Spitze von Adriela

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aktualisiert am 01.05.2010
Gebiss Skelett Muskeln Verdauungstrakt


 

Das Gebiss

Hunde gehören zu den Raubtieren, auch Fleischfresser oder Karnivoren (Carnivora) genannt, und haben – zumindest in der ursprünglichen Anlage – ein entsprechendes Gebiss, das zum Ergreifen, Festhalten und Abwürgen von Beutetieren ebenso geeignet ist wie zum Abreißen und Abschneiden von Fleischteilen.
Für diese Tätigkeiten benutzt der Hund die Schneide-, Fang-, oder Reiß- sowie die vorderen Backenzähne.
Mit den hinteren Backenzähnen kann er Knochen zermalmen.
Insgesamt hat ein erwachsener Hund 42 Zähne (20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer), das Milchgebiss der Welpen weist nur 28 Zähne auf.

Die Zähne werden mit folgenden Begriffen bezeichnet:
Incisivus (Schneidezahn), Caninus (Eckzahn),
Prämolaren (vordere Backenzähne), Molaren (hintere Backenzähne).
Der Reisszahn ist der mächtigste Backenzahn. Im Oberkiefer ist es der vierte Prämolar (P4), im Unterkiefer der erste Molar (M1).

Das Milchgebiss:
Bei der Geburt des Hundes sind noch keine Zähne vorhanden, nach ca. 4 Wochen, manchmal auch etwas früher, brechen zunächst die Milchzähne im Unterkiefer durch. Mit Ende der sechsten Woche ist das Milchgebiss vollständig ausgebildet. Es besteht im Ober- und Unterkiefer links und rechts jeweils aus 3 Schneidezähnen, 1 Fangzahn und 3 Prämolaren.

Der vorletzte vordere Backenzahn des Oberkiefers und der letzte vordere Backenzahn im Unterkiefer arbeiten zusammen und bilden die Reißzähne. Milchzähne sind graziler und spitzer geformt als die bleibenden Zähne und häufig leicht bläulich. Jeder Zahn besteht aus Zahnkrone, Zahnwurzel und Zahnhöhle. Das Milchgebiss hat insgesamt 28 Zähne, es fehlen hier Prämolaren 1 (4 Stück) und die Molaren (10 Stück), die nur einmal für das bleibende Gebiss heranwachsen.

Zahnwechsel
Der Zahnwechsel ist ein komplizierter Vorgang, der nicht schmerzfrei ist. Da auch die Milchzähne vollständig ausgebildete und –besonders am Fangzahn– lange Wurzeln besitzen, müssen diese durch den Druck der nachwachsenden Zahnkeime der zweiten Bezahnung resorbiert werden, das heißt aufgelöst werden. Der Milchzahnwechsel kann durch spielerische Massage des Gebisses, z. B. durch Zerrenlassen an Tüchern, Knabbern an Kauknochen positiv gefördert werden. Für den Zahnwechsel gelten folgende ungefähre Daten:

* bis dritte Woche = zahnlos
* ab sechste Woche = vollständiges Milchgebiss
* ab dritten Monat = Beginn des Schneidezahnwechsels
* ab sechsten Monat = vollständiges Dauergebiss

Ober- und Unterkiefer eines Hundes - Bissstellungen des Hundes
Bei den verschiedenen Hunderassen kann man häufig Gebissfehler feststellen.
Das normale Hundegebiss nennt man Scherengebiss, bei dem die Zähne des Oberkiefers (außer bei den hinteren Backenzähnen) über die Außenflächen der unteren Zahnreihen greifen z. B. bei Schäferhund, Dobermann, Berner Sennenhund oder Deutsch Drahthaar. Bei dem Zangengebiss stoßen die Schneidezähne aufeinander z. B. beim Bullterrier.

Durch die Zucht sind bei manchen Rassen Vorbiss und Unterbiss entstanden.
Bei dem Vorbiss greifen die unteren Schneidezähne vor die oberen. bei dem Unterbiss kommen die unteren Schneidezähne weit hinter den oberen zu liegen und berühren teilweise den Gaumen.

Hundegebiss-neu

Okklusion
Als Okklusion bezeichnet man die korrekte Stellung von Ober- und Unterkiefer sowie dessen Zähne. Die wichtigsten Punkte zur Überprüfung sind (1) das Scherengebiss (Oberkieferincisivi stehen vor Unterkieferincisivi), (2) Interdigitation der Canini (Unterkiefercaninus passt genau zwischen letzten Oberkieferincisivus und Oberkiefercaninus), (3) alternierende Prämolarenabfolge (die Spitzen der Prämolaren passen genau in den gegenüberliegenden Zwischenzahnraum) und (4) Oberkiefer ist breiter als Unterkiefer (Oberkiefermolaren gleiten auf der Innenseite an den Unterkiefermolaren aussen vorbei)
 

.Hundegebiss

 





 

Das Skelett des Hundes

1 Gesichtsschädel, 2 Unterkiefer, 3 Augenhöhle, 4 Hirnschädel, 5 Halswirbel, 6 Brustwirbel, 7 Lendenwirbel, 8 Becken, 9 Kreuzbein, 10 Schwanzwirbel, 11 Oberschenkelbein, 12 Vesalisches Sesambein, 13 Wadenbein, 14 Schienbein, 15 Fußwurzelknochen, 16 Mittelfußknochen, 17 Zehenknochen, 18 Kniescheibe, 19 Rippen, 20 Brustbein, 21 Schulterblatt, 22 Oberarmbein, 23 Speiche, 24 Elle, 25 Handwurzelknochen, 26 Mittelhandknochen, 27 Fingerknochen, 28 Penisknochen

a Kiefergelenk, b erstes Kopfgelenk, c zweites Kopfgelenk, d Schultergelenk, e Ellenbogengelenk, f Handwurzelgelenk, g Fingergrundgelenk, h Krongelenk, i Krallengelenf, j Kreuz-Darmbeingelenk, k Hüftgelenk, m Fußwurzelgelenk, n Zehengrundgelenk, o Krongelenk, p Krallengelenk



 

Einige wichtige Muskeln des Hundes

1 Äußerer Kaumuskel, 2 Schläfenmuskel, 3 Brustbein-Kopfmuskel, 4 Schlüsselbein-Hals-Muskel, 5 Trapezmuskel, 6 Brustbein-Zungenbein-Muskel, 7 Schulter-Querfortsatz-Muskel, 8 Deltamuskel, 9 Breitester Rückenmuskel, 10 Äußerer schiefer Bauchmuskel, 11 innerer schiefer Bauchmuskel, 12 Tiefer Brustmuskel, 13 Dreiköpfiger Armmuskel, 14 Gerader Bauchmuskel, 15 Mittlerer und Oberflächlicher Kruppenmuskel, 16 Zweiköpfiger Oberschenkelmuskel, 17 Schneidermuskel, 18 Halbsehniger Muskel, 19 Muskelbinde des Thorax und der Lende, 20 Breite Muskelbinde des Oberschenkels, a Äußere Drosselvene

 

 

Der Verdauungstrakt des Hundes

1 Jochbeindrüse, 2 Ohrspeicheldrüse, 3 Unterkieferspeicheldrüse, 4 Unterzungendrüse, 5 Mundhöhle, 6 Rachenhöhle, 7 Speiseröhre, 8 Magen, 9 Zwölffingerdarm, 10 Leerdarm, 11 Hüftdarm, 12 Blinddarm, 13 aufsteigender Grimmdarm, 14 querliegender Grimmdarm, 15 absteigender Grimmdarm, 16 Mastdarm, 17 Leber, 17" Gallenblase, 18 Bauchspeicheldrüse